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AIV Magdeburg zum Thema:
Erhaltung des Schiffshebewerkes




Das Schiffshebewerk ist ein ingenieurtechnisches Baudenkmal von allerhöchstem Rang und muß erhalten bleiben. Darüber müssen wir nicht mehr reden. Hier ist schon alles gesagt. Unsere Aufgabe ist jetzt, darüber nachzudenken, wie das machbar ist. Ein Denkmal kann dauerhaft nur dann erhalten bleiben, wenn es genutzt wird. Auch das ist in der Fachwelt unstrittig. Ein Weiterbetrieb des Hebewerks im bisherigen Umfang ist nicht mehr nötig, so die Schiffahrtsbehörde. Das kann auch dem Steuerzahler nicht in vollem Umfang angelastet werden. Also müssen andere Wege beschritten werden.

Zunächst muß festgestellt werden, wie ein eingeschränkter Betrieb aussehen sollte - beispielsweise für vorwiegend touristische Zwecke - und was das kostet. Danach muß überlegt werden, wie eine Finanzierung sichergestellt werden kann und natürlich auch wie sich Einnahmen und in welchem Umfang gestalten lassen.

Wir schlagen deshalb vor, daß sich eine Expertenrunde zusammenfindet und nach Lösungswegen sucht. Dabei sein müssen Fachleute aus den Bereichen Schiffahrtsverwaltung, Tourismus, Landesverwaltung, städtische Bauverwaltung, Denkmals-schutz, weiße Flotte, Stadtmarketing, Finanzwesen usw. und natürlich müssen die Medien das der interessierten Öffentlichkeit vermitteln. Dabei darf die Bundeswasserstraßenverwaltung als Eigentümer nicht aus ihrer gesetzlichen Verpflichtung zur Erhaltung des Denkmals entlassen werden. Wenn Lösungen ins Auge gefaßt werden, mag sich aus der Expertenrunde ein Förderverein gründen, der dann zielstrebig die Umsetzung der gemachten Vorschläge anstrebt. Sicherlich muß dieser Verein die Gemeinnützigkeit erlangen, damit er in die Lage versetzt wird Fördermittel einzuwer-ben und Spenden zu sammeln.

Wenn wir alle den Erhalt des Magdeburger Schiffshebewerkes wollen, finden wir auch den Weg. Der Architekten- und Ingenieurverein Magdeburg würde für den Anfang als Initiator fungieren wollen. Wir würden zunächst Meinungsäußerungen und Interessensbekundungen für die Expertenrunde entgegennehmen (info@aiv-magdeburg.de und Fax 0391-5414448) und nach deren Auswertung zur ersten Arbeitssitzung einladen.

Heinz Karl Prottengeier
1. Vorsitzender

12. August 2005